Öffnungszeiten:

Dienstag-Freitag: 10.00 - 16.00 Uhr

Sonntag: 11.00 - 16.00 Uhr

... sowie nach Vereinbarung.

 

Eintrittspreise:

3,50 € | ermäßigt 1,50 €

(03876) 781 422
 

"Zerbrechliche Perleberger FotoHandwerksKunst"

Gesichert fürs Digitalzeitalter: "Zerbrechliche Perleberger FotoHandwerksKunst"

Glasplatten des Lichtzeichners und Sammlers Max Zeisig (1867-1937)

eine Motivauswahl zu seinem 150. Geburtstag

 

Am Sonntag, 3. Dezember 2017 um 11.00 Uhr eröffnet das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg eine Sonderausstellung zu Ehren des Perleberger Fotografen Max Zeisig anlässlich seines 150. Geburtstages in diesem Jahr.

 

Das Perleberger Stadt- und Regionalmuseum besitzt einen ca. 1.000 Objekte umfassenden Bestand an historischen Glasplattennegativen. Der größte Teil dieser Platten stammt aus dem Atelier des Perleberger Fotografen Max Zeisig, einem der bedeutendsten Fotografen Brandenburgs im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Dank einer großzügigen Förderung des Landes Brandenburg konnten die Zeisig-Platten kürzlich digitalisiert und der Öffentlichkeit weltweit nutzbar gemacht werden.

 

Diese Foto-Platten stammen aus dem 1939 vom Landkreis Westprignitz nach dem Tode Max Zeisigs am 18. April 1937 erworbenen und dem Museum übertragenen Nachlass: neben den Fotoplatten und montierten Abzügen auch Möbel, Gemälde und Zeichnungen, Münzen, Notgeld, Keramik, Zinn und kunstgewerbliche Arbeiten aus vier Jahrhunderten und die Privatbibliothek.

 

Der Moment der Überantwortung zählt bis heute zu den glücklichsten in der nunmehr 112jährigen Geschichte des 1905 gegründeten Stadt- und Regionalmuseums Perleberg.

 

Max Zeisig zählte übrigens zu den Gründervätern des Vereins für Geschichte der Prignitz und zu den eifrigsten Förderern der Museen in Havelberg und Perleberg. Dem Stadt- und Regionalmuseum und dessen Initiatoren war er in enger Freundschaft verbunden. Als die Sammlungen 1931 ihr heutiges Domizil im Mönchort bezogen, bezeichnete er das Haus in einem Sonderdruckartikel als wirkungsvollsten Faktor heimischer Kultur, In den seinerzeitigen Beständen fand er einen anschaulichen Unterpfand seines eigenen Sammlungseifers: Aneignung von Geschichte durch Erwerb ihrer Äußerungen. Zeisigs Notiz im Gästebuch des Museums darf als Credo gelten: „Das Alte ist der Maßstab für den Wert des Neuen.“

 

Passend zum nahen Weihnachtsfest erhielt das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg kürzlich eine Schenkung von Glasplattennegativen von Prof. Dr. Bernhard von Barsewisch auf Groß Pankow, darunter mindestens 30 Originale von Max Zeisig. Sie zeigen die Familien der Gans Edlen zu Putlitz und von Barsewisch auf ihren Prignitzer Gütern, darunter z.B. Hochzeitsfotos der Eltern von Herrn von Barsewisch, aufgenommen 1921 auf der Terrasse in Groß Pankow und mehrere im Gutshaus Retzin fotografierte Gruppenbilder.

 

Die Schenkung bereichert den umfangreichen Bestand von Glasplattennegativen des Perleberger Lichtzeichners und Sammlers Max Zeisig außerordentlich und wird in einer Auswahl in der Sonderausstellung gezeigt.

Max Zeisig in jungen Jahren, Aufnahme von 1889
Porträt des etablierten Lichtzeichners