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Schaufenster-Ausstellung von Roberto Bölter aus Perleberg im Leerstand

14. 06. 2021

Im leerstehenden Geschäftsraum der Bäckerstraße 29 fand am Sonntag, den 13.06.2021 um 10 Uhr die Ausstellungseröffnung der Schaufensterausstellung „Als Petroleum ab dem 19. Jahrhundert die ganze Welt veränderte“ statt. Die Ausstellung zeigt Objekte des Sammlers Roberto Bölter in Kooperation mit Jens Knauer, Leerstandsmanagement TGZ Prignitz GmbH, und dem Stadt- und Regionalmuseum Perleberg.

 

Hintergrundinformationen zur Ausstellung

Die künstliche Beleuchtung erfolgte im Gegensatz zur Tages-Beleuchtung vor der Nutzbarmachung des elektrischen Stroms noch aufgrund der Erzeugung einer Lichtquelle durch Verbrennen von Ölen, Fetten, Petroleum, Gas u. a. m. Auf dieser Basis wurden im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert Straßen, Plätze, Wohnhäuser, Theater usw. beleuchtet. Die älteste Beleuchtung ist die mittels Öllampen, die schon die Antike kannte. In ihrer ursprünglichen Form waren es offene oder geschlossene Gefäße aus Ton, Glas oder Bronze, bei denen ein in einer Tülle liegender Docht das zum Brennen erforderliche Öl aus dem Ölbehälter ansaugt. Spätere Verbesserungen der Öllampen erzielte man durch Anbringung von Vorrichtungen zur Regulierung der Dochthöhe und somit der Helligkeit der Flamme. Aus den verbesserten Öllampen entwickelten sich die Mineralöl-, Petroleumlampen, mit Flach-, Rund- oder Kugelbrenner, bei denen zur Erzielung größerer Leuchtkraft für bessere und geregelte Luftzufuhr gesorgt wurde. Weitere Verbesserung der Petroleumlampen brachte die Einführung des Petroleumglühlichts. Außer zur Beleuchtung wurden um 1900/1910 Petroleumbrenner und –lampen bei Petroleumkochern und Petroleumöfen benutzt.  


Objekte in der Ausstellung:

 

Petroleumkannen (Deutschland 1890 bis 1930)

In diesen Kannen wurde das Petroleum beim Kolonialwarenhändler, z. B. in Perleberg bei Johannes Dittmer in der Wittenberger Straße 2 gekauft, abgefüllt und im eigenen Haushalt aufbewahrt.

Material: Eisenblech, farbig lackiert oder emailliert, Verschlüsse aus Messing und die Tragegriffe aus Holz und Draht

 

Verschiedene Petroleumlampen

Die Lampen kauften die Prignitzer in den Geschäften der umliegenden Städte, so in Perleberg z. B. beim Klempnermeister Rudolf Wiese Am Hohen Ende 26 oder bei Karl Krüger in der Pritzwalker Straße 100. Ausgestellt sind hier:

  • Tischlampen (Deutschland, 1890 bis 1920)
  • Nachtlampe (Deutschland 1900 bis 1920)
  • Klavierlampe (Deutschland um 1900)

Ein Ausleger mit Brenner und vernickeltem Reflektor überragt die vordere Klavierlampe und beleuchtet die Tastatur des Klaviers.

 

Küchenlampe (Deutschland 1900 bis 1930)

Diese Art Lampen waren in fast jedem Haushalt vorhanden. Sie gab es in verschiedenen Größen, Formen und Materialien. Ihre Dekors waren außerordentlich vielfältig und die zugehörigen Reflektoren gab es in allen möglichen Sorten.

 

Lampenputzbeutel mit gestickter Schrift (Deutschland um 1900)

Diese Utensilien hingen in der Küche an der Wand. Das ausgestellte Exemplar enthält – wie früher üblich – Ersatzzylinder, Zylindertuch, Zylinderputzer, Schere und Lampendocht.

 

Petroleumkocher (Deutschland, 1. H. des 20. Jh.)

Hergestellt wurden diese Geräte in verschiedenen Größen. Die älteren sind mit zwei bis drei breiten, parallelliegenden Dochten versehen, deren Flamme den dicht darüberstehenden Topf erhitzt. Die neueren beruhen auf dem Prinzip der Vergasung. Das in einem doppelwandigen Blechgefäß befindliche Petroleum wird zunächst entzündet, die sich hierbei entwickelnde Wärme bringt das zwischen den Doppelwänden vorhandene Petroleum zur Vergasung. Die Gase treten aus feinen Öffnungen am oberen Rande des Brenners heraus und entzünden sich an der offenen Flamme.

Material: Eisenguss oder Emaille, ausgerüstet mit einem oder mehreren Flachdochtbrennern

 

Petroleumöfen oder Heizofen (Deutschland um 1900 bis 1930)

Sie wurden zum Heizen und Kochen in allen Räumen benutzt und waren ab den 20er Jahren des 20. Jh. besonders beliebt beim Zelten.

Material: Emaille, vernickelt oder teilweise aus Kupfer und Messing

 

Bild zur Meldung: Stadt Perleberg | Blick in die Schaufensterausstellung

Kontakt

Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Mönchort 7 - 11 | 19348 Perleberg

Tel.: (03876) 781 422 | Empfang

Fax: (03876) 781 499

E-Mail:

 

Öffnungszeiten

Bitte vergessen Sie Ihren Nasen-Mund-Schutz nicht!
Dienstag - Freitag: 10.00 - 16.00 Uhr
Sonntag: 11.00 - 16.00 Uhr
... sowie nach Vereinbarung.

 

Eintrittspreise

3,50 € | ermäßigt 1,50 €


Stadtarchiv Perleberg

Karl-Liebknecht-Str. 33 | 19348 Perleberg

Tel.: (03876) 781 150
Fax: (03876) 781 302

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